
AGNTCon + MCPCon Europe 2026: Was KI-Agenten und MCP für Websites bedeuten
Am 17. und 18. September 2026 trifft sich in Amsterdam die Community rund um KI-Agenten und das Model Context Protocol (MCP) zur AGNTCon + MCPCon Europe, ausgerichtet von der Agentic AI Foundation, einem Projekt der Linux Foundation. Wir sind vor Ort, dazu am Ende mehr.
Was MCP ist und warum es gerade jetzt aktuell ist
MCP ist das offene Protokoll, über das KI-Agenten strukturiert auf externe Werkzeuge und Datenquellen zugreifen, statt Informationen nur aus Text herauszulesen. Ein Agent, der über MCP angebunden ist, kann gezielt eine Funktion aufrufen, etwa eine Verfügbarkeit prüfen oder einen Datensatz abfragen, anstatt eine Antwort aus dem, was er auf einer Seite findet, zu erraten.
Die Konferenz selbst dreht sich unter anderem um die aktuelle Aktualisierung der MCP-Spezifikation vom 28. Juli 2026: ein schlankerer, stateless aufgebauter Kern plus ein Extensions-Framework, über das zusätzliche Fähigkeiten optional nachgerüstet werden können, statt sie in den Kern selbst zu packen. Das ist technisch relevant, weil es bestimmt, wie stabil und wie erweiterbar die Anbindung zwischen einem Agenten und einem System künftig ist.
Was auf der Konferenz konkret behandelt wird
Neben der Spezifikation selbst decken die Tracks Agent-Engineering, Evaluierung und Observability von Agenten, Sicherheit sowie Governance-Fragen ab: Wie behält ein Unternehmen die Kontrolle über Agenten, die eigenständig handeln, und wie lässt sich Zusammenarbeit zwischen Menschen und Agenten sinnvoll gestalten. Dazu kommen praktische Workshops zu Themen wie Memory-Systemen für Agenten, Coding-Harnessen, Agent-Gateways und Enterprise-Governance, sowie ein Zertifizierungsprogramm, die Model Context Protocol Associate (MCPA) Certification. Zielgruppe sind explizit nicht nur Open-Source-Maintainer, sondern auch Plattform- und Infrastruktur-Teams sowie Unternehmen, die MCP bereits produktiv einsetzen oder das vorhaben.
Was MCP mit Ihrer Website zu tun hat
Für Website-Betreiber ist das mehr als ein Entwickler-Thema. Nicht nur Suchmaschinen und Sprachmodelle lesen eine Seite, zunehmend handeln auch autonome Agenten in ihrem Auftrag auf sie zu: buchen, vergleichen, prüfen Verfügbarkeit. Wie sich das technisch von klassischem Crawling unterscheidet und was eine Website dafür braucht, ordnen wir im Beitrag Agentic Browsing: Lighthouse-Check für KI-Agenten ein.
Man muss dafür keinen eigenen Agenten betreiben. Wenn Nutzer zunehmend über Assistenten statt über den klassischen Browser mit einer Website interagieren, entscheidet die technische Lesbarkeit der Seite für Maschinen mit darüber, ob sie in diesem Kanal überhaupt vorkommt. Das ist derselbe Gedanke, der hinter GEO steht, nur eine Ebene konkreter: nicht nur zitierfähig für ein Sprachmodell, sondern bedienbar für einen Agenten.
Wir sind vor Ort
Wir nehmen an der AGNTCon + MCPCon Europe persönlich teil, nicht als reine Beobachtung aus der Ferne. Was sich aus den zwei Tagen an konkreten, umsetzbaren Ideen für den Umgang mit Agenten und MCP auf Websites mitnehmen lässt, tragen wir im Nachgang in einem eigenen Beitrag zusammen.
Quelle: AGNTCon + MCPCon Europe (events.linuxfoundation.org/agntcon-mcpcon-europe)




